Großer Rundlingsweg

Rundlinge – wo die Wenden wohnten

  • Wanderung: 17,4 km
  • Abkürzungen möglich

Das Wendland ist bekannt für seine zahlreichen Rundlinge: Dörfer, in denen die Häuser in einer runden Anordnung stehen. Auf dem Großen Rundlingsweg erlebst Du den reizvollen Charme der Dörfer. Noch heute ist der Ursprung dieser Dorfform rätselhaft. Sicher ist: Es waren die Wenden – auch Slawen genannt – die ab dem 12. Jahrhundert in den Rundlingsdörfern lebten.

Lübeln ist wohl das bekannteste Rundlingsdorf. Hier beginnt der Rundlingsweg durch eine landwirtschaftlich geprägte Kulturlandschaft. Im Rundlingsmuseum Wendlandhof Lübeln erlebst Du, wie die Menschen vor rund 200 Jahren ihren bäuerlichen Alltag meisterten.

Vorbei an der Lübelner Kirche geht es zum nächsten Rundlingsdorf Gühlitz, wo typische Drei- und Vierständerhäuser aus dem 18. Jahrhundert zu sehen sind. Über Meuchefitz und Seerau im Drawehn führt der Weg durch die typische Rundlingslandschaft des Hannoverschen Wendlands bis nach Jabel. Hier steht der gesamte Ort unter Denkmalschutz und hier kreuzt der Rundlingsweg den Wendlandquerweg, einen Fernwanderweg von Clenze bis an die Elbe nach Schnackenburg.

Satemin ist das größte Rundlingsdorf des Wendlands, in dem viele Giebelinschriften an den Häusern an den Großbrand von 1850 erinnern.

Weiter Richtung Lüchow ist schon von weitem der mächtige Amtsturm zu sehen. Das Relikt des ehemaligen gräflichen Schlosses erinnert an das „Amt“ Lüchow und ist heute das Amtsturm-Museum Lüchow. Nach einem Rundgang durch den Amtsgarten führt der Weg in die Innenstadt. Die Häuser dieser Fachwerkstadt zeigen sich architektonisch aus einer Hand. Unter der Leitung des Distriktbaumeisters Lietzmann wurde nach dem Brand 1811 die gesamte Stadt in nur knapp zwei Jahren wieder aufgebaut.

Den großen Rundlingsweg kannst Du Dir hier als kml-Datei herunterladen und über Google Earth öffnen.

Nähere Informationen erhältst Du in der Wanderkarte:
Wendland