Nemitzer-Heide-Weg

Zwischen Heidesand und Rundlingsdörfern

  • Wanderung: 14,8 km
  • keine Steigungen
  • familienfreundlich

Die Nemitzer Heide hat sich nach einem Waldbrand im Gartower Forst im August 1975 auf den Brandflächen rund um das kleine Dorf Nemitz entwickelt. Heute ist sie eine bedeutende Landschaft für den Naturschutz und bietet Lebensraum für viele bedrohte Pflanzen und Tiere, wie Brachpieper und Ziegenmelker.

Das Nemitzer Heidehaus ist Ausgangspunkt für die Wanderung durch die rund 550 Hektar große Nemitzer Heide. Die Ausstellung im Obergeschoss informiert über die Kultur- und Naturgeschichte der Heide und ist auch für sehbehinderte Besucher erlebbar.

Vom Heidehaus führt der Nemitzer-Heide-Weg entweder nach Nemitz, wo ein überdachter Grillplatz nebst Kinderspielplatz zum Verweilen Rast einladen, oder direkt durch die Heide zum Schafstall der Heidschnucken. Die „Graugehörnten“ sind jeden Tag im Einsatz, um die strukturreiche und lebendige Kulturlandschaft zu pflegen. Und am letzten Wochenende im August wird hier das Nemitzer Heideblütenfest gefeiert.

Nemitz reizt mit seiner prächtigen Baumallee. 1815 wurde das Dorf durch einen Brand völlig zerstört. Nur ein einziges Hallenhaus blieb unversehrt und steht noch heute.

Zurück in der Nemitzer Heide führt der Weg entlang der angrenzenden Kiefernwälder nach Trebel. Für viele Tiere, die in der Heide Nahrung finden, ist der Wald tagsüber ein schützendes Rückzugsgebiet.

Bereits 1548 spielten die Trebeler Jahrmärkte eine große Rolle im norddeutschen Raum. Auf dem „Kiekemarkt“ im Frühjahr wurde die Bauersbraut ausgekiekt und im Herbst auf dem „Griepemarkt“ gegriffen. In der Feldsteinkirche von Trebel befindet sich eine im Jahr 1777 von Johann Georg Stein erbaute Orgel, deren Klang auch heute noch verzaubert.

Durch die Feldmark geht es weiter zum Rundlingsdorf Marleben. Über die Feldmark führt der Weg zurück nach Trebel. Zwischen Trebel und der Nemitzer Heide verläuft der Wendlandquerweg (ein Teil des Wendlandrundwegs) parallel zum Nemitzer Heide Weg.

Den Nemitzer-Heide-Weg kannst Du Dir hier als kml-Datei herunterladen und über Google Earth öffnen.

Nähere Informationen erhältst Du in der Wanderkarte:
Elbtalaue Süd